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Pressearchiv 2015

"Asylgipfel" bei "Pro und Contra" gestern auf PULS 4: Hundstorfer, Mikl-Leitner treffen auf Strache, Glawischnig


Wien, 19. Mai 2015. Zusätzliche Brisanz und Aktualität erhielt die Sendung durch eine Entscheidung in Brüssel gestern Abend: Die EU-Außenminister einigten sich auf einen Militäreinsatz gegen Schlepper vor der Küste Libyens. Wie das Menschenleben retten soll, erklärt Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) bei "Pro und Contra" bei Corinna Milborn gestern so: "Warum ich sage, Grenzen hoch rund um Europa: Weil das die einzige Chance ist, den Schleppern den Nährboden ihrer Machenschaften zu entziehen. Und solange Flüchtlinge die Chance sehen, mit einem Schlepper nach Europa zu kommen, werden sie das Risiko auf sich nehmen, übers Mittelmeer zu kommen."

Dem will auch FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache nicht widersprechen: "Die Situation in Afrika ist eine Katastrophe, wo Menschen 5000 bis 10.000 Dollar zahlen um auf so ein Mörderschiff gebracht zu werden und diese Mordsfahrt nach Europa anzutreten. Wir müssen das Geschäft dieser Schleppermafia ausschalten, denn es ist natürlich ein Versuch einer illegalen Einwanderung nach Europa."

Grünen-Chefin Eva Glawischnig sieht den Fokus woanders: "Es ist eine Menschlichkeitsfrage, und keine Frage der Quote. Es geht in erster Linie um Menschen in Not, die in Europa einen Platz suchen - und nicht um Migration und Arbeitsmarkt."
Viele NGOs fordern vor allem eine Arbeitserlaubnis für Asylwerber. Dem konnte Sozialminister Rudolf Hundstorfer (SPÖ) bisher nicht viel abgewinnen, er will sich auf die konzentrieren, die Asyl erhalten haben: "Die Asylberechtigten, die aus Kriegsgebieten kommen, müssen wir betreuen und integrieren. Ich habe alleine in der AMS-Statistik 15.000 Menschen die ganz legal hier sind, oder subsidiär schutzberechtigt sind und denen wir mit Deutschkursen weiterhelfen müssen."

Die Autorin und Unternehmensberaterin Beatrice Achaleke, die Österreich bald Richtung Südafrika verlassen will, fordert ein offeneres Österreich - zu seinem eigenen Wohl: "Wenn wir beginnen Menschen auszugrenzen, wenn wir beginnen Menschen herumzuschieben, als wären sie eine Ware, dann tun wir nicht nur diesen Menschen ungut, sondern auch unserem Land Österreich."

Starker Marktanteil für gestrigen Regierungs- und Oppositionsgipfel zum Thema Asyl
Die gestrige "Pro und Contra" Sendung mit Moderatorin Corinna Milborn erreichte einen guten Marktanteil von 4,9 Prozent (E 12-49). Im Durchschnitt verfolgten 49.300 ZuseherInnen den brisante Polit-Talk (E 12+). In Spitzen waren bis zu 55.900 ZuseherInnen (E 12+) dabei.

Die gesamte Sendung können Sie hier unter puls4.com/pro-und-contra online nachsehen.



Quelle: AGTT/GfK TELETEST; Evogenius Reporting 18.05.2015; 12.05.-18.05.15 vorläufig gewichtet. personengewichtet; Standard